0:00Message macht Medien [musik] mit Gerald Fleischmann, die Macht der Worte, Medienstrategien und die Message dahinter [musik] für alle, die verstehen wollen, wie Meinung gemacht wird.
0:10Und heute stellen wir die Frage, was bedeutet für uns künstliche Intelligenz?
0:15Mehr Gefahr oder vielleicht doch mehr Chance? Und diese Frage stellen wir Peter Steinberger, Technologieunternehmer, Entwickler von künstlicher Intelligenz und derzeit einer der bekanntesten Köpfe Österreichs in der internationalen Tech-Welt. Warum das sage ich gleich.
0:31Vielen Dank auf jeden Fall, dass Sie sich für uns die Zeit nehmen.
0:34Freut mich, dass ich da bin.
0:36Warum international einer der bekanntesten Köpfe derzeit Österreichs?
0:40Das hat zu tun mit der Situation im Februar 2026.
0:46Sie haben im Jahr 2025 Open Claw entwickelt, eine einen KI-Agenten, und der ist komplett durch die Decke gegangen, war ein riesengroßer Erfolg und alle wollten sie haben. Mark Zuckerberg von Meta, Anthropic wollte sie haben, Sam Altman von Open AI, das ganze Silicon Valley.
1:05Und Sie haben sich dann entschieden für Open AI im Februar, und das war dann eine international große Schlagzeile.
1:14Interessant war Ihre Begründung, warum Sie sich für Open AI entschieden haben.
1:19Und Sie haben gesagt, das war nicht das höchste Angebot entscheidend.
1:23Da fragt man sich natürlich einmal erstens, warum haben Sie nicht das höchste Angebot genommen? Und zweitens, was war denn der ausschlaggebende Grund?
1:34Ich weiß nicht, ich finde man Man sollte die Arbeit doch so optimieren, dass sie Spaß macht. Und dass das dass man dass man aligned ist mit dem, was was die Firma macht.
1:52Und also die die in der engen Auswahl waren dann Meta und Open AI.
2:07War keine einfache Entscheidung.
2:08Also, ich finde bei F4 Menschen sind super cool.
2:15Ich muss eigentlich sagen, dass es wirklich eine Bauchentscheidung die das Projekt und die die Leute bei Open AI haben einfach mehr zugesagt.
2:26Okay. Hat vielleicht auch damit zu tun, das ist eine spontane Frage, fällt mir ein, weil Open AI ja eigentlich begonnen hat als gesellschaftliches Projekt ohne wirtschaftliche Interesse und da ist ja sozusagen etwas Sinnstiftendes dahinter.
2:39Meta vielleicht auch, also will ich jetzt gar nicht absprechen, aber bei Open AI stand das ja mal im Vordergrund, da gab es ja auch eine Stiftung ursprünglich. Also geht es eher um um um sozusagen sinnstiftende Ziele als rein um ökonomische Interessen?
2:55Also, ein Grund, was ich auch auch die die Tatsache, dass Open AI wirklich ein Frontier Lab ist. Also, die Open AI hat mal das beste, mal das zweitbeste Modell, je nach je nach Wochen, Wochentag mehr oder weniger.
3:11Und damals war es bei Meta sehr unklar, ob die das ganze Geld investiert haben, äh funktionieren wird in guten Models, ja.
3:25Das war jetzt vor einem Monat ungefähr, hat Meta News Wonder gelauncht.
3:30Ähm, und Respekt. Also, sie haben wirklich aufgeholt.
3:34Es ist dann immer noch nicht Frontier, Frontier, aber ähm close enough.
3:45Jetzt ist natürlich die Frage, ähm, warum sind gerade Sie äh dieser bekannteste, begehrteste äh äh Österreicher in der internationalen Tech-Welt? Warum bin es nicht ich, warum ist es nicht ein anderer? Es hat äh zu tun mit dem, was offensichtlich in Ihrem Kopf ist und deshalb heißt es auch einer der begehrtesten Köpfe. Ähm.
4:06Was äh ist bei Ihnen drinnen, was bei anderen nicht drinnen ist, hat natürlich zu tun mit Open Claw. Wie sind Sie auf Open Claw gekommen? Ähm, was ist das Spezielle daran?
4:17Ich glaub, die Ich hab letz- letztes Jahr angefangen, mich mit diesen Models zu beschäftigen.
4:29Und bin wirklich ganz tief reingesunken, ja. Hab ich quasi alle Zeit, die ich gehabt habe, äh verwendet, um zu tüfteln, um zu verstehen, wo geht es hin? Also,
4:45jeder meiner Freunde, die die das Gleiche durchgemacht haben, die haben alle diesen diesen Effekt gehabt, äh wo sie eine Weile nicht mehr schlafen haben können. Also, so quasi von war das Softwareentwickler. Wenn ich wenn ich jetzt Projekte mache, ähm alles war sehr schwer und und und dauert einfach sehr lange, ja. Und plötzlich kann ich
5:15eigentlich alles machen, was ich machen möchte. Also, es ist immer noch immer noch eine Challenge, ja, aber die Geschwindigkeit, mit der ich jetzt quasi Projekte machen kann, ist nicht vergleichbar mit früher.
5:29Und letztes Jahr ist es halt noch nicht so wahnsinnig gut gegangen, ne?
5:35Aber mit den vorhandenen äh Agents, ne?
5:37Man hat gesehen, diese dieser Funke, der da war, ähm quasi, wo geht's hin? Wie wie wird das Ganze die Models werden immer besser. Was bedeutet das jetzt? Ähm.
5:59Äh, vielleicht eine andere Frage. Ich hab mir erlaubt, die KI zu fragen, was denn eigentlich dieser Sprung war von den normalen Agents zu ihren von ihnen entwickelten Agent Open Claw.
6:10Und soweit ich bitte korrigieren Sie mich, ich habe so verstanden. Bis zu Ihrem Agent war das irgendwie so, es war man hat im Internet oder im Agent was eingegeben, also es war eigentlich ein Chatbot und der hat dann eine Antwort gegeben, also das hat das Ding hat recherchiert für einen, ne?
6:30Es war wie ein Ratgeber, man hat etwas gefragt und es ist etwas zurückgekommen.
6:35Und mit Ihrem Agent war irgendwie der Quantensprung hin zu das war quasi wie ein Assistentin, wie ein Sekretärin oder Sekretär oder Assistent. Der kann dann auch E-Mails schreiben, der kann Dateien bearbeiten, im Internet recherchieren, der kann Reisen buchen, Termine organisieren, also quasi vom Ratgeber, den man was fragt und es kommt was zurück, hin zu einem Organisator, Organisator, einem Assistenten, ist das das richtige Bild?
7:08Da ich glaube da einer der Hauptgründe, warum das Ganze damals so explodiert ist, Mhm.
7:13war die die Technologie, die Models waren schon so gut, aber die Models, die die meisten Leute verwenden, jetzt z.B. geht man auf chat.openai.com, da kriegt man nur ein kleineres Model.
7:29Und dann hat der die Webseite kann auch nicht wirklich auf meinen Computer zugreifen.
7:35Ähm und ich habe die Technologie genommen dem Harness wesentlich mehr Capabilities gegeben.
7:45Und dann war noch ein Key Faktor, WhatsApp dazugeben und und das Model zu instructen, dass es mehr wie wie ein Freund auf WhatsApp spricht und nicht wie die Default KI, ja? Ähm und plötzlich habe ich einfach am Handy seinen Agenten schreiben können.
8:13Äh und ich kann quasi alles machen, was ich auf meinem Computer machen kann.
8:18Und das war so so ein Moment für viele Leute.
8:23Ähm [schnauben] jetzt fragen sich natürlich viele, wie entwickelt wie entwickelt sich das weiter, was ist die nächste Stufe? Also, wenn wir der erste Sprung war quasi vom Ratgeber, den man was fragt und es kommt was zurück zum Assistenten, der quasi das ganze Büro digital organisiert. Was ist der nächste Sprung aus Ihrer Sicht oder woran arbeiten Sie gerade?
8:49Der nächste Sprung wird sein, dass es nicht mehr ein Assistent ist, sondern ein digitaler Co-Worker, ähm dem man nicht nur nicht nur Tasks geben kann, sondern auch Ziele und der kann dann autonom arbeiten und mir quasi helfen, ähm was auch immer ich möchte, zu erreichen.
9:15eigentlich fast wie ein Abteilungsleiter, dem man quasi eine Ziele definiert, äh Mittel gibt, diese zu erreichen und der setzt die dann eigenständig um. Kann man das so Ja, ja, ja, ja.
9:30Ja, ja, kann man eigentlich sagen.
9:33Äh jetzt wird's vielleicht ein bisschen philosophisch. Bitte Sie, sagen einfach Stopp, wenn es irgendwie zu philosophisch wird. Äh man stellt sich dann natürlich die Frage, was ist, wenn der Abteilungsleiter sich dann einmal eigenständig dazu entschließt, äh eine eigene Firma zu gründen äh und sich entkoppelt vom Chef, ja? Also, Sie sind dann der Chef von Ihrem Abteilungsleiter.
9:53Äh Sie geben dem Ziele vor, der reportet die man sie zurück, also, wie es halt in einem Unternehmen ist, hat jetzt mit KI.
10:00Was ist, wenn der sich entscheidet, na, ich mache jetzt meine eigene Firma. Ist das überhaupt möglich?
10:07[seufzt] Also, normalerweise immer in der AI Welt, wenn man liest, das Model hat irgendwas gemacht, dann war da hinter immer ein Mensch, der dem Agenten gesagt hatte, bitte mach das.
10:22Und dann macht das Model was, ja?
10:24Ähm Also wenn ich jetzt diesen diesen Abteilungsleiter quasi erstelle und dann sage, hey, mach jetzt eine neue Firma, dann wird das Model wahrscheinlich einfach mal fragen, was was meinst du jetzt genau, wie soll das gehen? Äh, das ist nicht wird nicht passieren, dass dass das dann quasi die Firma wechselt.
10:43Okay. Ich frag vielleicht anders, und jetzt wird's wirklich philosophisch.
10:46Ähm, es gibt in der Philosophie, ausgehend von René Descartes, diese diesen Ansatz Technik. Was ist eigentlich Technik? Das ist die Selbstbemächtigung des Menschen. Also, was ist damit gemeint? Der Hammer ist eigentlich nur die Verlängerung des Arms, um härter zu schlagen. Das Rad ist eigentlich die Verlängerung der Beine, um um um schneller zu laufen oder sich fortzubewegen. Und aus dem heraus ist der Computer eigentlich nur äh die Verlängerung unserer Rechenleistung des Gehirns. Das kann einfach viel schneller
11:15und viel mehr rechnen äh als unser Gehirn. Ähm, wenn man diese These jetzt irgendwie weiter verfolgt, also Hammer ist Arm, Rad Beine, Computer Rechenleistung, was ist eigentlich die KI? Was verlängert die KI?
11:32Bei Verlängern äh weiß ich gerade nicht, wie das okay beantworten soll. Aber aber aber wie es wie ich es framen würde, ist [schnauben] ich habe jetzt quasi eine eine Superintelligenz, die ich alles fragen kann.
11:49Ähm Ich kann mich erinnern, wo ich wo ich damals programmieren gelernt habe.
12:00Da hab ich mal Bücher gelesen, und dann irgendwann irgendwann steckt man fest, ne? Dann gehst du vielleicht online, dann findest du vielleicht genau die eine Frage und eine Antwort, die nicht funktioniert, und dann ist es Ende und dann dann dann steht man mal fest, dann fragt man vielleicht Freunde und vielleicht noch bei dann kommt man drauf und jetzt mit mit AI ist es bei mir nicht mehr der Fall, also ich kann so viel schneller arbeiten, ich
12:29bin so viel ich kann so viel mehr machen, das sonst zu wahnsinnig schwierig wäre weil die jedes Problem quasi wenn es wenn es die AI nicht lösen kann, kannst du mir zumindest die richtigen Pointer geben dass ich dass ich sofort wieder weiterarbeiten kann.
12:49Zugespitzte Frage, ist die KI noch rechnen oder schon denken?
13:00Also was ist denken jetzt mal die die AI denkt ja auch, ja, also das nennen sie Reasoning Tokens.
13:14Die denkt einfach indem sie schreibt. Ah und das sieht man normalerweise gar nicht, also wenn sie jetzt irgendwo ein Prompt eingeben, dann fängt das das Model an zu einem englischen Monolog zu halten. Ähm teilweise in ein bisschen abgehackt abgehackten Englisch weil Token kostet Geld, ja, also das Model ist auch so trainiert, dass es einfach effizient denkt. Ähm
13:42ja, also man kann schon sagen, es denkt.
13:44Okay, wenn wenn wenn denken quasi wenn denken quasi ist es sprechen ohne ohne laut zu machen.
13:53Wir waren gerade beim Thema ist KI nur rechnen oder schon denken. Sie sagen, es ist schon denken und da ich bleibe noch in diesem philosophischen Ansatz, weil es führt dann auch zu zu weiterreichenden Fragen.
14:06Ähm es gibt wirklich unsere Wissenschaft kann irgendwie so ziemlich alles schon definieren, nicht den Begriff Bewusstsein. Gibt's unterschiedliche Thesen. Ähm.
14:18Würden Sie sagen, die KI kann irgendwann einmal und das ist das, was ich gemeint habe mit vielleicht gründet die eine eigene Firma, dieser Abteilungsleiter, ne? Ähm, dass die mal ein Bewusstsein.
14:32Mit dem aktuellen Ansatz der.
14:34Also der Zeit, wie LMs funktionieren.
14:41Aber wer weiß? Vielleicht.
14:44Kann man in in der Zukunft wieder auf ganz neues Modell, wie man. Wie man noch bessere als bauen kann, ja, das kann ich nicht ausschließen.
14:51Okay, aber das heißt von mir jetzigen von jetzigen Warte aus gesehen, dass die KI mal ein Bewusstsein entwickelt, das sehen Sie. Aus jetziger Sicht nicht.
15:00Es ist ja so, es ist gibt einen Erklärungsansatz für Bewusstsein. Der teilt den Intelligenz und den Bewusstsein. Intelligenz ist doing, also ausführen, handeln, rechnen und so weiter. Das macht die KI.
15:14Und Bewusstsein ist Feeling, also erleben, spüren, empfinden.
15:21Das würden Sie sagen, kann die KI nicht.
15:26Also die KI kann es sehr gut faken, ja, weil die ist ja auf.
15:30Auf Unmengen an Büchern und Artikeln und dem ganzen Internet basiert trainiert worden und das Internet ist ja von.
15:37Zumindest Großteil von uns Menschen gemacht worden.
15:41Und wir wir fühlen und denken, ja, also.
15:44Im Endeffekt ist es nur ist es das Modell sehr gut. Text zu vervollständigen. Und kann.
15:52Kann das ganz gut faken, aber.
15:55Ist nicht wirklich vergleichbar mit einem Menschen.
16:00Ganz ist banale Frage, Sie sind da wirklich in Österreich wahrscheinlich einer der der der bedeutendsten Experten für das. Die KI, viele Menschen machen sich Sorgen, gibt's unterschiedliche Bedrohungsszenarien, Ängste, die auch teilweise geschürt werden, andere machen sich Hoffnungen, dass die KI irgendwann einmal Krankheiten heilen kann oder dergleichen. Ist die KI per se mehr Gefahr oder mehr Chance für unsere Gesellschaft?
16:29Also ganz klar Chance.
16:33Ähm ich sehe die Gefahr eher darin, dass ein Großteil der Gesellschaft Angst vor KI hat oder oder es einfach nicht nicht verstehen, ja?
16:47Ähm Das war etwas, was was mich so begeistert hat, wo ich Open Claw gebaut habe und dann dann waren ganz schnell Konferenzen da, ja, so ClawCon.
17:01Und plötzlich sind mir Leute begegnet, die mir erzählt haben, ja, sie hat sie hat nie das das mit der AI nicht so ganz verstanden und jetzt verwenden sie irgendwie Open Claw und und und bauen da ihre eigenen Extensions und schreiben Software, obwohl sie nicht nicht programmieren können, aber einfach nur der Agent arbeitet.
17:22Und plötzlich ist das Ganze von ah, das ist irgendwie nicht für mich und es ist irgendwie scary zu hey, das ist cool, das kann Probleme in meinem Leben lösen.
17:32Äh und ich kann das verbessern und und und und und und quasi zu meinem machen. Äh Das war wirklich der Ding, das das Element, das mich am allermeisten begeistert hat, dass es eben Leuten geholfen hat, AI besser zu verstehen.
17:54Ähm Äh Gefahren und Chancen, da gibt es zwei Momente in in in der Wissenschaft, äh die da äh beschrieben werden. Das eine ist das Oppenheimer Momentum und das andere das Prometheus Moment. Äh was ist damit gemeint? Ähm also Oppenheimer Moment heißt, wenn ein Wissenschaftler drauf kommt, dass das, was er er geschaffen hat, in der Lage ist, großes Unheil anzurichten. Benannt natürlich nach nach äh J. Robert Oppenheimer, dem Erfinder der Atombombe. Ähm. Und
18:24Prometheus Moment, benannt nach dem Titanen Prometheus, der hat der Menschheit das Feuer gegeben, um aus der Dunkelheit befreit zu werden mit dem Licht. Ähm, gibt's z.B. Alexander Fleming, der Erfinder von Penicillin-Antibiotika.
18:38Der hatte wahrscheinlich irgendwann einmal so einen Prometheus-Moment.
18:42Würden Sie sagen, wir stehen näher einem Oppenheimer-Moment oder einem Prometheus-Moment?
18:49Oh, ganz klar Prometheus.
18:51Äh, ich finde den Vergleich ein bisschen ein bisschen überzogen. Im Endeffekt, im Endeffekt sind das sehr intelligente Wortvervollständigungsmaschinen, ja?
19:06Wo es zum interessant wird, ist die die Models sind inzwischen so gut, dass manche Firmen jetzt anfangen, dass die ähm, wie soll ich sagen, ein bisschen, dass die Models helfen, Medikamente zu erzeugen, ja?
19:26Und zwar genau für die Richtungen dieser diese seltenen Krankheiten, wo einfach es keinen Sinn machen würde, da jetzt irgendwie 100 Wissenschaftler äh anzusetzen, weil letztendlich muss die Firma irgendwie überleben und Geld machen, ja? Aber so so quasi kann man kann man Fortschritt machen. Ähm.
19:53Der Verein hat den kann die KI den Krebs besiegen?
19:59Das ist eine große Hoffnung.
20:01Halten Sie es für möglich?
20:06Ich glaube, das Schwierige daran ist, dass Krebs hier nicht eine Sache ist, sondern eine Million verschiedene Dinge. Ähm.
20:15Aber genauso ist ja eine der modernen Dinge bei Krebs, dass ähm dass man spezielle Medikationen die genau auf den Tumor zugeschnitten ist.
20:27Da war z.B. ein Fall, der war vor vor zwei Monaten, ähm muss ich ein bisschen nachdenken. Wie war das genau?
20:40Ich glaub, das war ein Australier, der seinen Hund gerettet hat, der Krebs gehabt hat.
20:46Äh der ChatGPT verwendet hat und dann wirklich dann zu den Labs gegangen ist und experimentelle äh Medizin entwickelt hat mit der AI, die dann tatsächlich geholfen hat.
21:03Also, das heißt, es ist nicht auszuschließen, also nicht unwahrscheinlich, dass KI tatsächlich zumindest einen Beitrag leistet, Krebs irgendwann mal zu besiegen. Ähm Und andere Krankheiten.
21:15Ich mein, wenn wir da schon dabei sind, die großen äh Probleme der Menschheit, Klimawandel, kann die KI den Klimawandel aufhalten? Ist das eine sehr naive Frage vielleicht?
21:26Die KI Die KI kann vielleicht helfen, dass wir unsere Prozesse verbessern, dass wir weniger Energie verschwenden, dass wir Produkte bauen, die effizienter arbeiten, ja?
21:43Also, das sehe ich auf jeden Fall.
21:45Ähm AI an sich kann jetzt nicht irgendwelche Dinge selbst bauen in der in der in der physikalischen Welt. Aber kannst du wohl Theorien aufstellen.
21:56Ähm Also, es kann sicherlich helfen, aber ich glaub nicht, dass AI jetzt einfach alle unsere Probleme lösen wird.
22:05Ein Problem noch, äh Welthunger, kann keine Ahnung, irgendwie mit Forschung an Weizen oder oder äh sonst irgendwas, äh kann die KI einen Beitrag leisten, den Welthunger zu stillen?
22:21Ja, also, da fallen mir auch wieder ganz viele Dinge ein, z.B.
22:26KI kann helfen zu planen. Es ist wahnsinnig gut drin, ja. Also wir wir haben hier so viel wir schmeißen zu viel Essen weg jeden Tag.
22:36Wenn ich das besser planen kann, kann ich vielleicht Teile umleiten. Nur als aus als ein Beispiel.
22:49Sie waren äh diese Tage bei der österreichischen Bundesregierung zu Gast, Bundeskanzler, auch beim Bundespräsidenten.
22:57Haben Sie den Eindruck, dass Österreich gerüstet ist auf das, was äh die KI mit unserem Land noch machen wird?
23:06Wahrscheinlich nicht genug.
23:13Aber da würde ich jetzt wieder sagen, da ist eigentlich jeder Österreicher und jede Österreicherin gefragt, dass er sich wirklich Zeit nimmt, um zu verstehen, was ist es genau? Was bedeutet es für mich? Wie kann wie kann mir das helfen im im Privatleben? Wie kann mir das helfen im Berufsleben?
23:34Wenn ich jetzt halt einfach nur so den Kopf in den in den Sand steck äh und das Ganze ignoriere, dann verlier ich vielleicht den Anschluss.
23:47Ist Europa gerüstet für das, was kommt?
23:57Ist schwer, das ist schwer binär zu beantworten. Ja, also also Europa macht einiges richtig.
24:07Aber jetzt persönlich als Österreicher würde ich mir wünschen, dass mehr Firmen in Europa auch Modelle bauen würden, ja? Wir haben Mistral, wir haben ein paar kleinere Firmen, aber der Großteil ist jetzt in China und in den USA.
24:21Ähm und in Europa ist schon ein bisschen ein Vakuum, was das Ganze angeht.
24:28Ähm es gibt jetzt die Idee eines äh KI Zentrums unter dem Dach der Vereinten Nationen, möglicherweise angesiedelt in in Wien, wo ja auch ein UNO Standort ist. Ähm.
24:40Ein Vorbild könnte sein, die Internationale Atomenergiebehörde, die monitort quasi den Einsatz von Kernenergie.
24:49Ist sowas ein Ansatz? Ist das gescheit, sowas zu machen?
24:57Ich weiß nicht, wenn unsere Antwort ist, wir bauen.
25:03Kaum AI, aber wir wir sind dafür die Weltmeister im Regulieren.
25:08Was wollen wir denn da groß regulieren?
25:13Teil sicher gut, aber.
25:21Die Energien nehmen und versuchen, Österreich und Europa generell als Standort zu verbessern. Zum Beispiel.
25:28Es gibt immer noch keine EU Inc.
25:31Wenn jetzt wenn jetzt eine Firma gründen möchte in Österreich, die aber.
25:35In ganz Europa die gleichen Regelungen hat, das wäre wahnsinnig hilfreich. Ein kleines Beispiel.
25:42Ähm. Ich komme noch zum Thema, was kann man tun, um es zu bauen? Ja, also Stichwort Kapitalmarkt und die positiven Themen.
25:49Ich muss ein bisschen auch über die Bedrohungsszenarien sprechen, weil es sind ja nicht irgendwelche Leute, die da was in die Welt rufen. Zum Beispiel Bill Gates sagt, die KI sei mittlerweile so mächtig, dass sie in der Lage sei, eine Milliarde Menschen. Äh.
26:09Andere Wissenschaftler sagen, das ist nur Marketing, um zu zeigen, quasi wie toll so eine KI ist, um Werbung dafür zu machen. Was halten Sie von diesen ganzen Bedrohungsszenarien oder es gibt auch Mitarbeiter von von von Konkurrenzunternehmen, die kündigen, die gehen raus und sagen Wahnsinn, es wird uns alle umbringen.
26:29Was halten Sie von diesen Warnungen und Mahnrufen?
26:33Schwieriges Thema. Ähm.
26:37Die amerikanischen Labs investieren wirklich sehr viel Zeit und Ressourcen, um die Modelle sicher zu machen und auch ähm gewisse Nutz gewisse Nutzen abzuschalten von den von den AI's, ja? Also, wenn ich irgendwie ähm Fragen stelle, wo es in Richtung geht,
27:04dass ich dass ich irgendjemanden wehtun möchte oder so weiter, äh ist das Modell so trainiert, dass dass es mir nicht hilft, ja? Gleiches, wenn es um Bio geht oder um gibt es eine ist eine riesige äh riesige Bandbreite. Das Schwierige dran ist, ähm es gibt ja doch andere Firmen, die wesentlich weniger Ressourcen da investieren, ja?
27:33Also, dann dann haben wir die nämlich eine chinesischen Models, die wesentlich größere Bandbreite von von diesen Dingen erlauben, ähm und letztendlich ist die AI halt einfach ein Hammer, ja? Also, der Mensch entscheidet immer noch, wie man den Hammer verwendet.
27:55Okay. Ähm Ein Punkt ist äh ein Bedrohungsszenario ist auch, dass KI eingesetzt wird in in in militärischen Auseinandersetzungen.
28:13äh am 1. Juli äh ist etwas passiert, da hat erstmals ein Land, mutmaßlich China, ist nicht erwiesen, ein anderes, nämlich Taiwan, angegriffen mit äh über vier Tage lang in zwölf Angriffswellen äh mit KI-Agents und da wurden 85 Regierungsstellen äh gehackt, unter anderem die taiwanesische Atomaufsicht und auch sieben Energieunternehmen.
28:39Also das heißt, da wurden KI-Agents eingesetzt für eine militärische Auseinandersetzung.
28:46Und jetzt gibt's in den USA zwei Strömungen in der Politik. Die einen sagen, wir brauchen ein Verbot von Superintelligenz, für einen Missbrauch 20 Jahre Haftstrafe, Beschlagnahmung vom gesamten Betriebsvermögen und so weiter. Und die andere Gruppe sagt, die KI-Unternehmen sollen frei sein, auch im Wettbewerb mit China, damit sie da nicht ins Hintertreffen geraten. Und sie sollen sich halt selbst regulieren.
29:14Sie sind keine Politiker, Sie müssen nicht beantworten. Ich frag's einfach, würden Sie sagen, es ist gescheiter, es laufen zu lassen, dass sich die selber regulieren, oder soll man es hart äh sanktionieren, verbieten teilweise, bestrafen? Was ist der richtige Ansatz?
29:32Gehen wir jetzt mal genau auf auf die Security-Thema ein. Das ist ja das große Thema derzeit in der IT-Welt, ja? Also wir wir bauen seit 30, 50 Jahre Software, die Menschen geschrieben haben, ähm die halt auch jede Menge kleine und größere Ups drin haben.
29:53Und jetzt jetzt haben wir plötzlich letztes Jahr haben wir akzeptable Agents gehabt und dieses Jahr haben wir plötzlich wahnsinnig gute Agents.
30:02Die jetzt die ganze Software durchleuchten können und halt die ganzen Probleme finden, ja?
30:08Und die Welt läuft nun mal mit Software, ja?
30:16Und viel viel Software ist nicht geschrieben worden für eine Welt, wo wo Agents jede einzelne Zeile auseinandernehmen können und auch die obskursten Probleme finden können, ja?
30:34Die wir müssen den den Progress, dann dass die Models besser werden, lässt sich schwer aufhalten. Was die amerikanischen Firmen gut gemacht haben, ist, dass sie halt.
30:48Diese Capabilities in den öffentlichen Modellen limitiert haben. Und dann mit den ähm.
30:57Mit ausgewählten Partnern.
31:01Bessere Models gegeben haben, um quasi die Welt vorzubereiten und die ganzen Open Source Sachen und alles zu fixen, bevor.
31:09Quasi jeder die Models verwenden kann, wo dann.
31:14Quasi bevor jetzt der der Hacker herkommt und und das Model verwenden kann. Ähm.
31:20Haben wir schon jede Menge gefixed. Das ist zum Beispiel ein guter Ansatz.
31:23Okay, also das heißt keine drakonischen Strafen, keine drastische Regelung, kein Korsett, sondern einfach Sicherheitsmechanismen einbauen, um um um um einen Mist auch zu verhindern, ne?
31:35Ich sehe das als die einzige realistische.
31:39Ähm, machen wir mal kurz einen Schwenk, kommen wir zu dem, was glaube ich Ihnen auch am am meisten irgendwie liegt oder wo Sie die meisten Hoffnungen hinein setzen, in das Bauen. Ja, Sie sind ja auch Entwickler, Builder, heißt es im Englisch. Ähm.
31:54Sie haben gesagt, man sollte sich weniger auf das Regulieren stürzen, sondern mehr mal auf das Bauen, ne? Es gibt diese These, dass Europa aufgerieben wird zwischen den Vereinigten Staaten auf der einen Seite und Asien auf der anderen Seite. Ist das so? Ist Europa da irgendwie im Hintertreffen?
32:13Würde ich jetzt nicht sagen. Also ich habe jetzt da Open Cloud in in Wien gebaut, ja? Ähm.
32:19Wo es schwieriger wird, ist, wenn ich dann plötzlich.
32:24Kapital brauche. Der Kapitalmarkt in den USA ist einfach.
32:28Wesentlich größer wie.
32:34Ähm, bekommen könnte.
32:36Das ist dieses Stichwort Kapitalmarkt, das ist für viele sehr sperrig und man kann sich irgendwie wenig darunter vorstellen, aber das ist auch die Geschichte, die jetzt immer wieder öfter erzählt wird, dass eben vieles Sie haben es gerade erwähnt, in Europa erfunden wurde oder gebaut wurde, also das World Wide Web, www, äh der Touchscreen, LCD-Bildschirm, MP3-Format, Mobiltelefon, das zellulare Netz, das wurde alles in Europa erfunden, aber im Markt ausgerollt wurde ist in in den
33:05Vereinigten Staaten, weil es in Europa eben diese Milliarden nicht gibt. Ähm Würden Sie sagen, dieses Thema Kapitalmarkt, das wird keinen haben, ist irgendwie das drängendste Problem dann eigentlich in dieser ganzen Frage?
33:21Ich glaube, das ist eher eine Funktion von Mindset.
33:27Also die die Was die Amerikaner sehr gut können, ist dieses mach mal einfach. Und irgendwie geht's.
33:36Äh dieses dieses irgendwie just do it.
33:40Ähm das fehlt uns in Europa ein bisschen.
33:43Also wir haben wir Wir drehen uns lieber dreimal im Kreis und finden irgendeinen Grund, warum es nicht gehen wird, und sagen dann, es geht nicht. Ja? Also ich glaube, alles andere ist eher eine Funktion von uns.
34:04Also wir sind ja einfach zu wenig optimistisch, manchmal finde ich.
34:08Ähm wir haben ich ich will es noch einmal ein bisschen praktischer äh anlegen. Wir haben gesprochen, kann äh äh die KI Krebs heilen und so weiter.
34:17Kann die KI eigentlich einmal einen Bescheid ausstellen, einen Strafzettel oder einen Antrag ablehnen?
34:24Ähm Ja, warum nicht?
34:32Also der Vorteil ist natürlich klar, ne, es ist wird effizienter, es wird schlanker Staat, Staat geht schneller, unbürokratisch.
34:39Ähm aber es fällt halt weg, diese menschliche Einzelfallprüfung.
34:44Würden Sie sagen, das kann die KI durchaus bewältigen?
34:51Also, ich weiß jetzt zu wenig, wie die Strafzettel funktionieren, aber ich würde jetzt mal sagen, ähm, ich glaube nicht, dass sie wirklich ein Beamter jeden einzelnen Zettel anschaut, äh, und den durchgeht. Ich glaube, das ist das ist eher so ein ein Workflow, der wahrscheinlich relativ effizient automatisiert werden kann.
35:12Und dann kann ich wahrscheinlich auch meine Prozesse so ändern, dass wenn dann wenn dann ein falscher Beleg ausgestellt wurde, ähm, haben wir mehr Mitarbeiter und Zeit, um das Ganze dann so äh, von Menschen zu reviewen, ja? Also, vielleicht wird es sogar so sogar besser gehen dann.
35:36Ich möchte Ihnen ein paar persönliche Fragen stellen, ja? Wenn es Ihnen recht ist. Sie sagen einfach, wenn es Ihnen wenn es Ihnen irgendwie drüber ist. Sie haben ja selbst auch bekanntgegeben, Sie haben einmal ein Burnout gehabt. Also, die Geschichte ist, Sie haben 10 Jahre lang ab 2011 ein Softwareunternehmen aufgebaut, äh, haben es 2021 um irgendwas über 100 Millionen Euro äh verkauft.
35:58Ähm, also eigentlich der Höhepunkt des finanziellen beruflichen Erfolgs und dann hatten Sie ein Burnout. Das ist irgendwie interessant, dass man am Höhepunkt ein Burnout hat, oder? Wie was ist Ihr Learning daraus, oder wie war das?
36:13Ja, das war nicht ganz so, das war das war eher so, dass so nach sieben bis neun Jahren Ja.
36:23Hat es irgendwann aufgehört, spannend zu sein, interessant zu sein.
36:28Und und ich wollte was anderes machen. Ja, aber es ist nicht so einfach, ne?
36:33Eine Firma ist quasi wie wie dein Baby. Also, ich kann ja nicht einfach die die Verantwortung abgeben. Ähm, meine Theorie ist es, also.
36:48Gibt viele Gründe, warum man Burnout kriegt, ja. Aber.
36:54Wie viel man arbeitet, sondern mehr wie.
37:00Wie sich die Arbeit anfühlt, wie viel Autonomie habe ich, wie viel Konflikt gibt es, ähm.
37:04Ist es das, was ich machen möchte? Und.
37:10Ein Firma geht durch Phasen, ne? Das ist diese erste Phase, wo man mal überhaupt schaut, funktioniert das überhaupt?
37:18Product Market Fit und dann irgendwann geht es in die Richtung Growth und ich bin, ich bin halt eher der, der.
37:23Diesen Bereich mehr liebt und habe dann einfach weniger Spaß gehabt.
37:30War dann wirklich. Ähm.
37:36Äh, habe mir dann Zeit genommen.
37:39An mir zu arbeiten und.
37:42Habe glaube ich knapp drei Jahre gebraucht, bis ich wieder.
37:45Freude an der Arbeit gefunden habe.
37:48Ähm, was war da die Antriebsfeder oder was war der Grund, dass Sie. Äh, aus diesem Burnout wieder rausgefunden haben?
37:58Weil es war ja offensichtlich nicht Geld, weil da hatten Sie ja mehr als jetzt zuvor. Äh, es war auch nicht irgendwie, ich gehe jetzt einmal davon aus, äh, beruflicher Erfolg, weil Sie haben ja.
38:07Den Höhepunkt erlebt gehabt. Was war es, dass Sie wieder.
38:13Na, schauen Sie, ich habe.
38:17Fast jedes Wochenende gearbeitet. Ähm.
38:21Und war dann wirklich.
38:23Kaputt und habe das Gefühl gehabt, ich habe Leben verpasst.
38:29Habe dann mehr Zeit genossen.
38:33Aber es hat sich mit der Zeit.
38:36Einfach leer angefühlt, ja? Also.
38:43Und wodurch wurde es wieder voll?
38:46Indem ich mir neue Probleme gesucht habe. Ja, also man man will ja man will ja Also man ich zum ich ja, ich möchte aufwachen und ich möchte dass ich mich beschäftigt, dass ich dass ich eine eine Challenge habe, dass ich dass ich das Gefühl habe, ich habe was gelernt an den letzten Tagen, ja. Und und das ist das ist mir einfach abgegangen und dann haben wir [räuspern] haben wir wieder neue Probleme gesucht, äh um wieder um wieder in das ganze
39:14Rad reinzukommen. Heißt das, Sie sind ins Burnout geraten, weil Sie keine Probleme mehr hatten und Sie haben wieder rausgefunden, indem Sie sich wieder Probleme gefunden haben?
39:24Äh nein, nein, nein, ich würde also Burnout war einfach nur zu viel Arbeit in der Firma, Konflikte, High Pressure, ja, es ist Unternehmen führen ist nicht einfach.
39:36Ähm Das hat Zeit gebraucht.
39:43Ähm und am Anfang war das sehr gut, dass ich Zeit gehabt habe für mich und irgendwann ist einfach ist mir was abgegangen. Und dann das war der der der Startgrund, wo dann AI genau gut genug war, um richtig interessant zu sein.
40:01Was viele die in unterschiedliche Produkte im Bereich KI und so weiter investieren, äh da gibt es die auch eine Erzählung, es gibt Zukunftsforscher, die prognostizieren prognostizieren, dass z.B. die sagen, dieses ganze KI AI, das ist eine Bubble und die wird irgendwann einmal zusammenbrechen. Würden Sie sagen, es ist eine Bubble und wenn ja, sie bricht zusammen oder ist es keine Bubble?
40:25Ähm das ist ein klares Jain.
40:28Mhm, [gelächter] okay.
40:29Also wenn ich mir die die Valuation von manchen Firmen anschaue, Mhm.
40:38frage ich mich manchmal, ob das noch ob das noch richtig ist.
40:43Aber die Technologie, die gebaut wird, die die ganzen die ganzen Modelle, die Forschung, die ist ja, die hat ja wirklich Substanz, ja. Und die löst ja wirklich Probleme. Also, der Teil ist ist keine Waffe. Aber im Ökosystem drumherum ist es ein bisschen fraglicher.
41:08Eine provokante Frage noch, vielleicht etwas scherzhaft formuliert, es gibt ja die Sorge, dass die KI irgendwann einmal die Weltherrschaft übernehmen könnte. Da gibt's jetzt Comedians und andere, die sagen, na ja, wenn man sich anschaut, Donald Trump, Wladimir Putin und so weiter, derzeitige Weltpolitik, vielleicht wäre es eh gescheiter, wenn die KI die Weltherrschaft übernimmt. Ähm Was entgegnen Sie solchen lustigen Aussagen?
41:38Die AI macht ja nichts von sich aus, ja. Also, da muss dann irgendein Mensch dahinter stehen, der sagt, der schreibt, hey, übernehmen jetzt mal die Weltherrschaft. Und wenn ich das in ein Modell eingeben würde, dann würde man mich ja auslachen.
41:51Äh und mal bisschen einen Reality Check geben.
41:59Okay, gut, na, es ist ja eine Antwort, ja.
42:01Ähm ich hab zuvor gesagt, irgendwie eingespannt zwischen auf der einen und auf der anderen Seite, gibt's auch eine andere These, nämlich eingespannt zu sein, die sogenannte politische Mitte wird aufgerieben zwischen den radikaleren, extremeren Rändern, links, rechts, teilweise religiös, islamistisch. Ähm Haben Sie dazu eine eine eine Meinung, eine Wahrnehmung? Sind Sie da soweit politisch, dass Sie das auch registrieren und dass Sie diesen Befund
42:31teilen und oder andere Frage, wie sehen Sie die Zukunft der der der Demokratie?
42:42Ich find äh weiß nicht, wie ich das beantworten soll, jetzt. Das ist sehr philosophisch.
42:46Ähm Und da passe ich jetzt mal.
42:51Sie passen. Okay, gut, ist ja in Ordnung. Ähm.
42:56Eine persönliche Frage noch, müssen Sie auch nicht beantworten und ist auch gar nicht als irgendwie negativ gemeint. So Sie haben gesagt, das ist Ihr Baby Open Claw, ja?
43:07Ähm. Ein [räuspern] Werkzeug, das Sie erfunden haben. Äh. Und es kann ja dann auch immer wieder passieren, dass das missbraucht wird. Z.B. diese eine Attacke, die ich erwähnt habe, mutmaßlich China. Gegenüber Taiwan. Da waren mehrere KI Agents im Einsatz, unter anderem auch Ihr Baby.
43:26Ärgert Sie sowas? Ähm, ähm.
43:33Haben Sie Bestreben, das künftig zu verhindern? Ähm.
43:38Ähm, entwickelt man ein Bestreben, die Politik zu adressieren, sowas künftig zu verhindern? Wie geht's einem persönlich mit dem?
43:46Der Teil, der mich am meisten geärgert hat, war. Ähm, dass. Viele, nicht viele, aber ein kleiner Teil der Leute hat Open Claw verwendet und und.
43:56Aus Twitter Bot, ja.
44:03Ich finde Social Media sollte halt immer noch von Menschen geschrieben werden, ja? Also, ich möchte es nicht irgendwas lesen, was.
44:08Was AI geschrieben ist.
44:11Da kann ich einfach die Frage meinem Agenten stellen, ja? Dann weiß ich, das ist AI, written by AI.
44:20Das kann man wirklich verhindern und selbst wenn ich da jetzt irgendwie versuchen würde, irgendwas rein zu, rein zu patchen in den Harness, dann kann das ja der nächste einfach wieder rauslöschen, ja? Also, das ist quasi.
44:33Auf der Harness Ebene hat man da wenig Chancen. Auf der, auf der Model Ebene, ähm, investieren die Firmen jetzt sehr viel.
44:42Sehr viel Geld und Zeit und Forschung äh in. In AI Safety, um.
44:53Um ich muss intelligent zu machen, dass es gewisse Dinge einfach gar nicht erlaubt.
44:59Ähm, wir kommen schon zum Schluss, äh, biegen schon auf die, äh, aufs Ende ein.
45:07Sie haben es erwähnt.
45:09Sie haben sich, um, um wieder aus dem Burnout rauszufinden, haben Sie sich neue Probleme gesucht. Also, offensichtlich geht schon darum, äh, dass ein gewisser Sinn im, im Leben darin besteht, Probleme zu bewältigen und dadurch, dass man es schafft, äh, eben eine gewisse Genugtuung, Zufriedenheit, äh, zu verspüren.
45:28Was sind denn momentan die Probleme, an denen Sie arbeiten? Welche Probleme haben Sie sich gesucht?
45:34Die beschäftigt mich eigentlich schon das ganze Jahr an Agents. Wie kann ich Agents bauen, die besser proaktiv den, den Menschen helfen, ja?
45:47Und jetzt auch Messages schicken, die ich gerne lesen möchte und nicht irgendwas Generisches oder äh, irgendeine Random E-Mail, ja? Und und das ist tatsächlich richtig schwierig.
45:59Also, es ist das so zu designen, dass es für möglichst viele Menschen funktioniert. Wir haben alle andere Ziele, andere, andere Denkweisen. Ähm.
46:12Ja, da haben wir noch einiges zu tun.
46:15Äh, letzte Frage, haben Sie eigentlich Hobbys? Also, neben mit dem ganzen Programmieren, äh, Bilden, Entwickeln?
46:24Ich hab gerade überlegen müssen, weil das letzte Jahr hab ich wirklich sehr viel gearbeitet, ja? Und meine Hobbys sind ein bisschen, ähm, haben ein bisschen gelitten.
46:31Also, was hätten Sie für Hobbys an und für sich?
46:34Aber wenn Sie dazu kämen. Ach, ich find Board Games wahnsinnig toll.
46:38Board Games, das ist Brettspiele.
46:41Ach so, Brettspiele, okay.
46:42Brettspiele, Entschuldigung, bin schon Ja, ja, ach so, gut.
46:44manchmal zu, zu Englisch, ja?
46:46Ich war jetzt irgendwie in der also einfach, okay, Schach, Mensch ärgere dich nicht.
46:49Ja, genau, ich reise gerne. Mhm, ähm.
46:54Sind Sie eigentlich hauptsächlich in Amerika drüben in Kalifornien oder sitzen sie eh in in Oberösterreich und programmieren von zu Hause oder wie wie ist es?
47:03Oben haben wir es tatsächlich freigestellt.
47:06Also die waren da sehr flexibel.
47:08Aber wenn man wenn man was erreichen möchte in der Firma, dann macht schon sehr viel Sinn, wenn man wenn man halt im Büro ist.
47:18Gut, wir sind am Ende der Zeit, leicht schon überzogen. Herr Steinberger, wir bedanken uns sehr sehr herzlich für das sehr informative, spannende Gespräch.
47:27Ich fasse zusammen, KI, man braucht eigentlich nicht allzu viel Sorge haben, es gibt viel mehr Chancen, kann sogar vielleicht Krebs heilen und man kann sich es vorstellen, derzeit im Status einer Assistentin, die die Büroarbeit erledigt, vielleicht einmal Abteilungsleiter, aber die Gefahr, dass sie mal eine eigene Firma gründen will, uns zur Konkurrenz wird, also Bewusstsein entwickelt, die sehen Sie noch nicht. Richtig zusammengefasst?
47:51Ja, das kommt gut hin.
47:53Okay. Herr Steinberger, vielen herzlichen Dank und Ihnen, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, Zuhörerinnen und Zuhörer, sagen wir herzlichen Dank fürs Zuschauen und fürs Zuhören und wir hören und sehen uns hoffentlich nächsten Donnerstag erneut.